Speedport verliert IPv6 im Heimnetz nach Mobilfunk-Fallback; kurze Link-Port-Aussetzer
vor 5 Stunden
Hallo zusammen,
ich habe heute ein Verhalten meines Speedports beobachtet, das vielleicht anderen hilft, die sich über „IPv6 geht nicht mehr” wundern.
Setup: Glasfaser mit externem Glasfasermodem am Link-Port, Speedport mit Firmware 004.215.003, Mobilfunk-Fallback über den WLAN-Verstärker Plus.
Was passiert ist: Der Link-Port zum Glasfasermodem hatte zwei kurze Aussetzer von 6 und 12 Sekunden. Jedes Mal baute der Speedport die PPPoE-Sitzung neu auf und schaltete kurz auf den Mobilfunk-Fallback um. Nach zwei bis drei Minuten war alles wieder da, Internet und Telefonie liefen. So weit normal.
Der eigentliche Fehler: Danach funktionierte IPv6 für kein Gerät im Heimnetz mehr, drei Stunden lang, bis ich den Speedport neu gestartet habe. IPv4 lief normal, deshalb ist es nicht aufgefallen. Gefunden habe ich es nur, weil ich mit der Aufzeichnungsfunktion des Speedports (Reiter „Aufzeichnung”, pcap für Wireshark) ohnehin nach dem Aussetzer gesucht habe.
Was in Log und Mitschnitt zu sehen war:
Beim Umschalten auf Mobilfunk schreibt das System-Log „Router sends prefix 2a01:599:…::/0 to the LAN”. Präfixlänge 0, also eine Default-Route ins LAN. Nach dem Rückschalten kommt zwar die korrekte /64-Zeile, die /0-Route bleibt aber offenbar liegen.
Der Speedport schickte danach etwa zwei IPv6-Nachbarsuchen pro Sekunde ins LAN, unter anderem für die Telekom-DNS-Server 2003:180:2:9000::53 und :7000::53. Er suchte Internetadressen also im eigenen LAN.
Keine Router-Advertisements mehr im LAN. Ein Windows-PC hatte keine IPv6-Standardroute und noch ein Präfix von vor dem Aussetzer.
Handys bekamen vom Speedport ICMPv6 „address unreachable” für IPv6-Ziele.
Am Link-Port verließ kein einziges IPv6-Paket aus dem Heimnetz den Router. Die PPPoE-Sitzung selbst war gesund, und der Router nutzte IPv6 für eigene Verbindungen.
Nach dem Neustart: neues Präfix, Standardroute da, IPv6-Ping ins Internet in unter 10 ms.
Fazit: Nach dem Rückschalten vom Mobilfunk-Fallback räumt die Firmware die IPv6-Route nicht auf. Workaround ist ein Neustart des Speedports. Wer den Fallback nicht braucht, kann ihn abschalten.
Schnelltest am Windows-PC, ob es euch auch erwischt hat:
Steht da ein NextHop (beim Speedport fe80::1), ist alles gut. Kommt nichts zurück, obwohl der Router IPv6 kann, habt ihr dasselbe Problem.
Hat das noch jemand beobachtet?
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vor 4 Stunden
Hallo @spicka ,
IPv6-Probleme und Speedport 7 sind mir nicht fremd.
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vor 4 Stunden
Speedport mit Firmware 004.215.003
Hallo zusammen,
ich habe heute ein Verhalten meines Speedports beobachtet, das vielleicht anderen hilft, die sich über „IPv6 geht nicht mehr” wundern.
Setup: Glasfaser mit externem Glasfasermodem am Link-Port, Speedport mit Firmware 004.215.003, Mobilfunk-Fallback über den WLAN-Verstärker Plus.
Was passiert ist: Der Link-Port zum Glasfasermodem hatte zwei kurze Aussetzer von 6 und 12 Sekunden. Jedes Mal baute der Speedport die PPPoE-Sitzung neu auf und schaltete kurz auf den Mobilfunk-Fallback um. Nach zwei bis drei Minuten war alles wieder da, Internet und Telefonie liefen. So weit normal.
Der eigentliche Fehler: Danach funktionierte IPv6 für kein Gerät im Heimnetz mehr, drei Stunden lang, bis ich den Speedport neu gestartet habe. IPv4 lief normal, deshalb ist es nicht aufgefallen. Gefunden habe ich es nur, weil ich mit der Aufzeichnungsfunktion des Speedports (Reiter „Aufzeichnung”, pcap für Wireshark) ohnehin nach dem Aussetzer gesucht habe.
Was in Log und Mitschnitt zu sehen war:
Beim Umschalten auf Mobilfunk schreibt das System-Log „Router sends prefix 2a01:599:…::/0 to the LAN”. Präfixlänge 0, also eine Default-Route ins LAN. Nach dem Rückschalten kommt zwar die korrekte /64-Zeile, die /0-Route bleibt aber offenbar liegen.
Der Speedport schickte danach etwa zwei IPv6-Nachbarsuchen pro Sekunde ins LAN, unter anderem für die Telekom-DNS-Server 2003:180:2:9000::53 und :7000::53. Er suchte Internetadressen also im eigenen LAN.
Keine Router-Advertisements mehr im LAN. Ein Windows-PC hatte keine IPv6-Standardroute und noch ein Präfix von vor dem Aussetzer.
Handys bekamen vom Speedport ICMPv6 „address unreachable” für IPv6-Ziele.
Am Link-Port verließ kein einziges IPv6-Paket aus dem Heimnetz den Router. Die PPPoE-Sitzung selbst war gesund, und der Router nutzte IPv6 für eigene Verbindungen.
Nach dem Neustart: neues Präfix, Standardroute da, IPv6-Ping ins Internet in unter 10 ms.
Fazit: Nach dem Rückschalten vom Mobilfunk-Fallback räumt die Firmware die IPv6-Route nicht auf. Workaround ist ein Neustart des Speedports. Wer den Fallback nicht braucht, kann ihn abschalten.
Schnelltest am Windows-PC, ob es euch auch erwischt hat:
Steht da ein NextHop (beim Speedport fe80::1), ist alles gut. Kommt nichts zurück, obwohl der Router IPv6 kann, habt ihr dasselbe Problem.
Hat das noch jemand beobachtet?
Speedport 7 = Ärger garantiert. - Nicht verwunderlich, dass etliche User:innen reumütig zum Smart 4 zurückkehr(t)en...
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vor 3 Stunden
@spicka
leider eines der vielen offen Themen beim S7.
Betrifft nicht nur Glasfaser.
Gruß Waage1969
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vor 3 Stunden
Die Telekom hat schnell reagiert- über den Support Chat, das ist schonmal gut und Danke dafür. Ich melde mich sobald es was neues gibt, das Problem besteht bei mir nur im Zusammenhang mit dem W-Lan Verstärker Plus. Eventuell hängt es auch am alten Telekom Glasfaser Modem zusammen, über 10 Jahre alt das im Keller hängt, fällt mir gerade ein.
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vor 2 Stunden
Eventuell hängt es auch am alten Telekom Glasfaser Modem zusammen
Die Telekom hat schnell reagiert- über den Support Chat, das ist schonmal gut und Danke dafür. Ich melde mich sobald es was neues gibt, das Problem besteht bei mir nur im Zusammenhang mit dem W-Lan Verstärker Plus. Eventuell hängt es auch am alten Telekom Glasfaser Modem zusammen, über 10 Jahre alt das im Keller hängt, fällt mir gerade ein.
Das macht da gar nichts auf diesem Layer.
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