Gelöst
Peering Probleme bei der Telekom bei Zugriff auf Cloudflare (Discord etc.)
vor 9 Stunden
Hallo zusammen,
ich muss an dieser Stelle nun leider auch mal meinem Unmut Luft machen. Ich werde versuchen, sachlich zu bleiben, aber ich bin echt wütend. Ich bin seit mittlerweile 2007 dauerhaft Kunde bei der Telekom und war immer zufrieden, aber in letzter Zeit geht es einfach zu weit.
Problembeschreibung:
Es gibt ja bereits diverse Forenbeiträge zu dem Thema, ich habe mich aber bewusst dafür entschieden, nochmal einen zu eröffnen, da nur, wenn sich genug Leute beschweren, auch ganz vielleicht etwas passiert. Wie viele andere habe ich seit Monaten immer mal wieder Probleme auf Dienste hinter Cloudflare zuzugreifen. Allen voran ist hier Discord zu nennen, wo die Anmeldung zu Stoßzeiten ewig dauert. Bisher war es erträglich (aber auch da schon eine Frechheit, da Freunde, die nicht bei der Telekom sind, zur gleichen Zeit keinerlei Probleme hatten), aber In letzter Zeit hat es sich dann soweit zugespitzt, dass ganze Abende lang gar keine Anmeldung mehr möglich war.
Um Probleme bei Discord und meinem internen Netzwerk auszuschließen, habe ich dann einfach mal versucht, via Nord VPN auf Discord zuzugreifen und siehe da, es funktioniert auf Anhieb tadellos und performant. Selbiges gilt für andere Dienste hinter Cloudflare und das ganze reproduzierbar an verschiedenen Abenden und Wochentagen. Auch wenn ich statt über meinen Telekom-Festnetzanschluss über einen LTE -Stick an meiner FritzBox über das o2-Netz und dann ohne VPN darauf zugreife funktioniert es problemlos. Sobald ich wieder auf die Telekom wechsle, klappt die Verbindung wieder nicht oder nur sehr schleppend.
Und nein, das ganze liegt nicht an der Leitung. Ich habe auch diverse Speedtests und Tests über "netzbremse.de" durchgeführt und die Leitung an sich hat die vollen 250Mbit im Downstream und 40Mbit im Upstream.
Das Ganze kann also nur an den bereits auch hier in meheren Forenbeiträgen bereits beschriebenen Peering -Problemen oder besser gesagt (aus meiner Sicht) der Gier der Telekom liegen, die sich nicht bzw. nur mit sehr geringer Bandbreite an öffentlichen Internetknoten wie DE-CIX anbindet. Stattdessen möchte die Telekom lieber von Anbietern wie Cloudflare auch noch Geld sehen, um schnellen und performanten Zugang zu Ihren Kunden zu ermöglichen.
Und das "lustigste" an der Sache ist, dass selbst Telekom-hilft Mitarbeitende mittlerweile VPN -Lösungen empfehlen (mehfach auf X gesehen, Screenshot anbei), um die (auch wieder aus meiner Sicht) bewusst provozierten Engpässe zu umgehen.
Für einen ISP , der sowieso schon die höchsten Preise in Deutschland aufruft, halte ich das schlicht für eine Frechheit. Ich werde mir sicherlich nicht dauerhaft ein kostenpflichtiges VPN zulegen.
Falls jemand eine andere Erklärung für die Probleme hat oder sogar eine Lösung, bin ich definitiv offen, ansonsten werde ich wohl oder übel um eine Kündidung zum Ende meiner Vertragslaufzeit (Oktober dieses Jahr) nicht herumkommen.
VG
Roland
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Akzeptierte Lösung
akzeptiert von
vor 8 Stunden
@Rippchen87
Mal eine offizielle Antwort
Liegt nicht an Telekom
Hier die -Antwort- eines Teamies
Die Telekom hat keinen Einfluss darauf, über welche Wege Diensteanbieter ihre Verkehre in unser Netz leiten. Grundsätzlich stehen ausreichend Kapazitäten zur Verfügung. Temporäre Beeinträchtigungen können entstehen, wenn externe Partner ihre Verkehrswege ändern. Unsere Netze funktionieren stabil - wir sind auch stets im Austausch mit Partnern, um einen reibungslosen Daten-Austausch auf den verschiedenen Netzebenen herzustellen.
46
von
vor 3 Stunden
dafür dass ich dann noch den zusätzlichen Aufwand und Kosten habe, mir extra ein VPN zu installieren.
Als Endverbraucher nachvollziehbar. Aus Sicht eines Tier 1 ISP ist die Nutzung von kostenfreien Peering mit großen CDN 's, die viele Daten schicken, aber kaum empfangen, nicht wirtschaftlich
Ja gut, dann ist es für mich als Endverbraucher aber halt leider auch nicht mehr wirtschaftlich, der Telekom jeden Monat über 100€ für Mobilfunk und Festnetz zu überweisen, dafür dass ich dann noch den zusätzlichen Aufwand und Kosten habe, mir extra ein VPN zu installieren. Dann kann ich auch zu einem Anbieter wechseln, bei dem es einfacher funktioniert und die monatlichen Kosten auch noch niedriger sind (wohne in einer Großstadt und habe das Glück, drei eigene Netzbetreiber in meinem Haus nutzen zu können).
Du könntest auch OpenVPN nutzen, das musst du zwar selber einrichten, funktioniert dann aber genauso gut wie ein kostenpflichtiger VPN . Zum Rest habe ich ja schon etwas gesagt.
von
vor 3 Stunden
Erstens mal ist OpenVPN heutzutage überhaupt nicht mehr empfehlenswert, weil die erreichbare Bandbreite verglichen mit dem Ressourceneinsatz unfassbar schlecht ist und es auch ein pain zu konfigurieren ist. Heutzutage benutzt man WireGuard.
Zweitens mal braucht man, egal welches VPN -Protokoll man nutzt, immer einen Endpoint mit dem man den Tunnel aufbaut, bzw., der den Traffic dann auch ins restliche Internet ausgibt. Diesen Endpoint muss man, wenn man nicht grade den Oracle Cloud Free Tier nutzt, selbst bezahlen, auch ein "selbst eingerichtetes VPN " ist in 90 % der Fällen ein kostenpflichtiges VPN .
Irgendwie beschleicht es mich, dass auch du nicht so viel Ahnung hast, wie du vorgibst.
von
vor 3 Stunden
@Jumpignon
OpenVPN ist aber nur eine Software/Protokoll zum Aufbauen einer VPN -Verbindung. Dann brauche ich immer noch eine entsprechend performante Gegenstelle zu der ich mich verbinden kann. Da bietet OpenVPN mit Conexxa zwar auch was an, aber auch das ist abseits einer kostenlosen Demo dann kostenpflichtig.
Uneingeloggter Nutzer
von