Offensichtliche Täuschung durch einen Vertreter der Firma Ranger (Telekom-Partner)
vor 34 Minuten
Am 29. Oktober 2026 kam ein junger Mann zu mir, der sich als „Telekom-Mitarbeiter“ vorstellte (bei WhatsApp tritt er unter dem Namen Dejan auf).
Er erklärte mir, dass unser Haus demnächst an das Glasfasernetz angeschlossen werde und die Telekom deshalb das exklusive Recht habe, alle Kunden in diesem Gebäude zu sich zu wechseln. Er versicherte mir mehrfach, dass mein bestehender Vertrag bei Vodafone gekündigt werde.
Als „Beweis“ zeigte er mir auf seinem Tablet folgenden Text (im Foto): „Eine separate Kündigung Ihres Telefon- und Internetvertrags beim bisherigen Anbieter ist nicht erforderlich, ausgenommen sind andere Verträge wie zum Beispiel ein TV-Kabelanschluss“. Allerdings bedeutet dieser Satz lediglich, dass die Telekom die Kündigung beim bisherigen Anbieter in meinem Namen übernimmt – und zwar zum nächstmöglichen regulären Kündigungstermin. Von einer vorzeitigen Beendigung des bestehenden Vertrags ist hier überhaupt keine Rede.
Außerdem behauptete er, dass der Glasfaseranschluss später kostenpflichtig und sehr teuer sein werde, wenn ich nicht noch am selben Tag den „Wechsel zur Telekom“ unterschreibe.
Anschließend erklärte er, dass ich jetzt noch keinen Vertrag abschließen müsse. Ich erhielt eine SMS mit einem Link zu einem etwa 40 Seiten langen PDF-Dokument, in dem tatsächlich stand, dass es sich dabei nicht um einen Vertrag handele.
Danach verlangte er jedoch meinen Vor- und Nachnamen, meine IBAN, meine Festnetznummer und mein Geburtsdatum. Außerdem sollte ich einen Router auswählen und eine Unterschrift leisten.
Mir wurde sofort klar, dass es sich hier bereits um einen verbindlichen Vertragsabschluss handeln sollte, weshalb ich die Unterschrift verweigerte.
Besonders bemerkenswert ist, dass er mir mündlich einen Tarif für 35 Euro monatlich angeboten hatte, während im Dokument ein monatlicher Preis von 48 Euro angegeben war.
Darüber hinaus war in den Unterlagen zunächst ein vorübergehender DSL-Anschluss für drei Monate zum Preis von 20 Euro monatlich vorgesehen. Nach der Umstellung auf Glasfaser sollte dann der eigentliche Vertrag für 48 Euro monatlich gelten.
Ich erklärte ihm daraufhin, dass ich die Angelegenheit zunächst gründlich prüfen müsse, bevor ich irgendetwas unterschreibe. Wir vereinbarten, am nächsten Tag erneut miteinander zu telefonieren oder uns zu treffen.
Anschließend überprüfte ich meinen bestehenden Vodafone-Vertrag und kontaktierte den Vodafone-Kundenservice. Dabei stellte sich heraus, dass die Telekom mich nicht einfach aus meinen vertraglichen Verpflichtungen gegenüber Vodafone entlassen kann, da die Mindestvertragslaufzeit meines aktuellen Vertrags erst im Juni 2028 endet.
Das bedeutet: Hätte ich das unterschrieben, was mir der Vertreter der Firma Ranger angeboten hatte, hätte ich in den nächsten 20 Monaten gleichzeitig für zwei Internetverträge bezahlen müssen.
Außerdem fand ich heraus, dass die Firma Ranger selbst nichts mit den tatsächlichen Glasfaser-Tiefbauarbeiten zu tun hat. Es entstand bei mir der Eindruck, dass ihre Vertreter die Arbeiten des Unternehmens, das bei uns in der Straße tatsächlich im Auftrag bzw. unter der Marke der Telekom Glasfaserleitungen verlegt, lediglich als Verkaufsargument benutzen, um neue Verträge abzuschließen.
Am nächsten Tag schrieb ich diesem Dejan höflich über WhatsApp, dass er mir falsche Informationen gegeben habe und dass ich aufgrund seiner Aussagen Gefahr gelaufen wäre, gleichzeitig für zwei Internetverträge bezahlen zu müssen.
Daraufhin rief er mich sofort an und behauptete erneut wahrheitswidrig, dass es „in Deutschland unmöglich sei, gleichzeitig für zwei Verträge zu bezahlen“. Meine Argumente bezeichnete er als „Schwachsinn“.
Tatsächlich ist es in Deutschland selbstverständlich möglich, mehrere Internetverträge gleichzeitig zu haben und dafür bezahlen zu müssen – theoretisch sogar zehn Verträge, wenn man entsprechende Verträge abschließt.
Später fand ich im Internet auch Berichte von anderen Verbrauchern, die ähnliche Erfahrungen gemacht hatten und tatsächlich gleichzeitig für zwei Internetanschlüsse bezahlen mussten.
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Danke für die Info.
Das mit den Rangern ist ja bekannt, dass es auch schwarze Schafe gibt
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