Gelöst
Massiver Latenz Schwankung an Hop 1 bei Glasfaser 1000, Netztechnik / OLT Prüfung benötigt
vor 15 Tagen
Hallo zusammen,
ich wende mich an euch, weil ich mit meinem Latein am Ende bin und der normale Support am Telefon leider nicht weiterkommt. Ich habe einen Glasfaser 1000 Anschluss seit Juni 2025 und schon seit Anfang an massive Probleme mit der Latenz-Stabilität.
Das Problem ist kein "bisschen Lag", sondern unkontrollierte Jitter-Spikes von bis zu 150ms, die direkt am ersten Hop (Gateway: 62.155.243.35 / p3e9bf323.dip0.t-ipconnect.de und andere) entstehen. Das macht Gaming unmöglich 4K-Streams oder Twitch fangen an zu buffern, an Stoßzeiten läd Youtube sogar bei normalen gebrauch. Echtzeitanwendungen kann ich vergessen, obwohl ich mir diese Glasfaserleitung dafür geholt hab. Ein bisschen jitter und alles lagt und buffert.
Ich kann keine server bereitstellen da sie viel zu instabil wären obwohl ich eine 1000ner Leitung hab.
Ich habe wirklich alles getan, um Fehler auf meiner Seite auszuschließen:
Getestet mit mehreren High-End-PCs (zur Zeit 7800X3D / RTX 5080) und verschiedenen Netzwerkkarten (Intel I225-V, I226-V und Realtek 2. 5G , alle neuste Firmware und Treiber).
Verschiedene Router getestet (FritzBox 7530 AX und TP-Link BE9300 neue Firmware, neue Kabel für alles, werden auch nicht zu heiß bei gebrauch).
Um das Heimnetz komplett auszuschließen, habe ich eine direkte PPPoE-Einwahl am Glasfaser-Modem 2 vorgenommen. Die PingPlotter-Logs zeigen identische Ergebnisse: Die Spikes entstehen definitiv in der Telekom-Infrastruktur, noch bevor das Paket das öffentliche Internet richtig erreicht.
Ich hänge euch die PingPlotter-Screenshots an. Man sieht dort ganz deutlich, dass die Latenz an Hop 1 völlig instabil ist. Da ich schon alles getauscht habe (Kabel, PCs, Router), muss der Fehler am Port im OLT , an der Glasfaser box bei uns im Mehrfamilienhaus oder direkt an der Faser liegen (Verschmutzung/Dämpfung).
Könnt ihr das bitte an die Netztechnik (Level 2/3) eskalieren? Es müsste dringend jemand vorbei kommen und sich die Hardware in der Vermittlungsstelle ansehen oder ggf. meinen Port wechseln, Modem testen.
Danke im voraus.
PS: PingPlotter test wurde um 2:35 und um 4 Uhr gemacht, 0 Belastung, als ich geduscht hab und essen gemacht hab.
Will nicht wissen wie es nachmittags aussieht wenn ich Filme gucke oder Spiele.
Aber werde bestimmt noch mehr logs machen.
Man, kann sehr schön sehen, wie alle nodes anders damit umgehen.
Eins ist aber klar, massive Probleme von hop 1 die alles jittery machen.
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Offizielle Lösung
akzeptiert von
vor 4 Tagen
Hi @marrchy,
vielen Dank für deinen ausführlichen Beitrag und die bereitgestellten Messungen.
Zu den im Traceroute angesprochenen erhöhten Latenzen (RTT), insbesondere zu den Zielen 37.157.x.x und den einzelnen Zwischenstationen (Hops), möchten wir etwas Kontext geben:
Grundsätzlich ist die Aussagekraft der RTT-Werte zu einzelnen Hops im Traceroute eingeschränkt. Bei diesen Zwischenstationen handelt es sich um Routing-Komponenten, bei denen Diagnose- und Messverkehr systemseitig häufig eine geringere Priorität erhält oder limitiert wird. Das betrifft nicht nur das Telekom-Netz, sondern gleichermaßen auch andere beteiligte Netze wie z. B. Arelion oder GlobalConnect.
Ein typisches Beispiel dafür sind stark schwankende RTT-Werte innerhalb eines Traceroutes, etwa wenn ein Hop sehr hohe Latenzen zeigt, der darauffolgende jedoch wieder im normalen Bereich liegt. Solche Effekte entstehen durch die Art der Messung und sind kein verlässlicher Hinweis auf tatsächliche Verzögerungen im Datenpfad.
Wichtig ist außerdem: Die im Traceroute dargestellten Hops bilden keinen garantierten, linearen Übertragungsweg ab. Rückschlüsse auf konkrete Verzögerungen einzelner Stationen sind daher methodisch nur eingeschränkt belastbar.
Auch die Zuordnung einzelner Hops zu bestimmten Netzbetreibern ist in der Praxis nicht immer eindeutig. Aussagekräftiger sind hingegen Messungen auf Anwendungsebene, z. B. TCP-RTT-Werte zum tatsächlichen Zielsystem (z. B. Webserver auf dem entsprechenden Port). Diese Ziele liegen jedoch bereits außerhalb unseres Netzes, sodass die Ergebnisse auch durch externe Faktoren beeinflusst werden können, etwa durch Auslastungen oder Übergänge zwischen verschiedenen Netzen. Die in deinem Messbericht dargestellten TCP-RTT-Werte, Paketverluste und Verzögerungen können daher Hinweise auf Engpässe außerhalb unseres direkten Einflussbereichs geben, beispielsweise an Netzübergängen (Peerings).
Auf Basis der vorliegenden Daten und nach interner Abstimmung sehen wir aktuell keine Auffälligkeiten innerhalb des Telekom-Netzes, auf die wir aktiv Einfluss nehmen können. Bitte hab daher Verständnis, dass wir an dieser Stelle keine weiteren Maßnahmen ergreifen oder Unterstützung bieten können. Wenn du andere Auffälligkeiten beobachtest oder zu anderen Fragen unsere Hilfe benötigst, melde dich gerne wieder.
Viele Grüße Lisa
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